Ankündigung Lesung & Open House

Mittwoch, den 10.06.2026 ab 16 Uhr, Lesung um 18 Uhr

Wir öffnen am 10. Juni 2026 wieder unsere Türen für Interessierte zum Thema „individuelle Bestattungen“.

Sie bekommen Einblicke in unsere Arbeit und können unsere Räumlichkeiten besichtigen. Stellen Sie gerne Fragen zu allen Bestattungsformen und/oder informieren Sie sich über eine Bestattungsvorsorge.

 

Zudem möchten wir an diesem Tag um 18 Uhr zu einer Autorenlesung einladen:

Es liest Autor Eberhard Hasper aus dem Buch „Dorothea und Lewine – das (un-) gewöhnliche Leben zweier Frauen vom Bauernhof“

Eine wahre Geschichte aus der Mitte Deutschlands mit einem geschichtlichen Hintergrund, erzählt vom Sohn und Neffen der Schwestern.

 

Aufgrund begrenzter Sitzplätze bitten wir zur Lesung um Anmeldung.


Autor: Eberhard Hasper | ISBN 978-3-95651-402-9
Autor: Eberhard Hasper | ISBN 978-3-95651-402-9
Bauernhof bei Hoya/ Weser 1952
Bauernhof bei Hoya/ Weser 1952
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Kurzvorstellung  des Buches:

Dorothea und Lewine

Dorothea, geb. 1918, und ihre Schwester Lewine, geb. 1921, wurden auf einem Bauernhof in Duddenhausen bei Hoya/ Weser. Bei Kerzenlicht auf einem mit Heu und Stroh gefüllten Bettbezug geboren. Als Frauen vom Bauernhof hatten sie ein typisches Leben als Landfrauen vor sich, ohne Rechte auf das Erbe eines Hofes und eingeschränkte Rechte als Frau im Allgemeinen.

 

Dorothea hinterließ uns als 34-jährige im Jahr 1952 in einem Brief an ihre Freundin ihre Lebens-Träume, ihre Einstellung zu Männern im Allgemeinen und die zu ihrem Bruder, der schon als Schüler der SS beigetreten war und als Hoferbe mit einem Trauma aus dem Krieg heimkehrte. Als intelligente und willensstarke Frau blieb sie auf dem elterlichen Hof, obwohl selbstständige Frauen auf dem Lande damals nicht vorgesehen waren, zum größten Teil als unnötig angesehen wurden.

 

Lewine dagegen verließ als 17-jährige den Hof, aufgrund der beengten Abhängigkeit einer Landwirtstochter in der damaligen Zeit. Als gelernte Wochenpflegerin kam sie im Krieg beruflich in den Haushalt eines Witwers mit 3 Kindern, heiratete ihn und hatte im Jahr 1947 mit 26 Jahren 5 Kinder zu versorgen. Aus dem bezahlten Job als Wochenpflegerin wurde für sie ein anstrengender, unbezahlter Job als Hausfrau. Typisch für die Nachkriegszeit.

 

Was wurde aus den Träumen der durchsetzungsstarken Dorothea, aus ihrem Kampf um das Hoferbe, auf das sie als Frau kein Recht hatte? Wie bewältigte sie ihr Leben als „Fräulein“ auf dem Lande und als sehr alt werdende, alleinlebende Frau?

 

Wie überlebte die lebensfrohe, sozialengagierte Lewine die hohe Belastung als Hausfrau bei eingeschränkten Rechten als (Haus) Frau und bei mangelnder Anerkennung und Emotionalität ihres konservativ geprägten Ehemannes? Wie befreite sie sich aus diesen Zwängen? Wie konnte sie Kindern mit Beeinträchtigung helfen? Wie bewältigte sie ihre privaten Krisen? Wie erging es ihr im Alter?

 

Anhand von überlieferten Dokumenten der Familie, vielen Interviews mit Zeitzeugen und eigenen Erlebnissen werden die Turbulenzen des Lebens dieser Schwestern erzählt, 

von der Kindheit bis zum Prozess des Alterns und dem des intensiven Sterbens (-prozesses). 

Dabei wird nicht Halt gemacht vor privaten, intimen, gemeinen, unangenehmen, machtbesessenen und emotionalen Erlebnissen – so wie das Leben spielt, so wie ihr Leben spielte.